Wie funktioniert Fernwärme ?

Fribourg et le pont de la Poya vus du ciel

Bis 2060 wird der gesamte Grossraum Freiburg an die Fernwärme angeschlossen sein. Langfristig wird dieses Netz über 4000 Wohnungen, Gebäude und Unternehmen versorgen können. Diese lokale und erneuerbare Lösung entspricht voll und ganz den Herausforderungen einer verantwortungsvollen Energiewende.

Wie es funktioniert

Es handelt sich um ein grosses Fernwärmenetz, das von mehreren Heizzentralen gespeist wird, und um unterirdische "Hin- und Rückleitungen", die Wasser mit hoher Temperatur transportieren.

Die verteilte Energie wird zum Heizen von Gebäuden, zur Erzeugung von Warmwasser für Privathaushalte und für industrielle Prozesse verwendet. In den Gebäuden werden die einzelnen Heizkessel abgeschafft und durch kleinere, kompakte Anlagen ersetzt.

schema cad DE
Entwicklung

Groupe E entwickelt und erweitert auch künftig ihre bestehenden Wärmeverteilungsnetze im Grossraum Freiburg und schafft einen Ringschluss mit anderen neuen Wärmeproduktionsanlagen. Dieser Ringschluss ermöglicht eine Optimierung der lokalen erneuerbaren Energiequellen, eine konstante Wärmeversorgung sowie Versorgungssicherheit. Einige Wärmeproduktionsanlagen gestatten auch lokale Kälteerzeugung. Das Fernwärmenetz ermöglicht, einen Grossteil der Energie aus erneuerbaren Ressourcen der Region Freiburg zu nutzen, z. B.:

  • Abfallverbrennungsanlage
  • Industrielle Abwärme / Kälteerzeugung
  • Wärmepumpen auf See- und ARA-Wasser
  • Holzkessel (Pellets und Holzschnitzel)
  • Biogasanlagen

Langfristig werden diese sogenannten erneuerbaren Energien mindestens 75% des Energiemix ausmachen. Biogas und Erdgas garantieren die thermische Leistung, die zur Unterstützung oder bei Ausfall eines der erneuerbaren Produktionssysteme benötigt wird.

Besonderheiten dieses "intelligenten Vorstadtwärmenetzes" sind die grosse Flexibilität bei der Wärmeproduktion sowie die Fähigkeit, während des gesamten Lebenszyklus des Netzes neue Technologien zur Wärmeerzeugung zu integrieren.